Alternative Milch – Was steckt hinter dem beliebten Milchersatz

von Georgina Azike

Die Deutschen trinken immer mehr pflanzliche Milch. In den Supermärkten und Reformhäusern stehen mittlerweile unzählige Alternativen in den Regalen und auch in Restaurants oder Büros, werden Milchersatzprodukte angeboten. Jedoch oft mit Aufpreis inkludiert. Doch was zählt alles zum Begriff „Milchersatz“ und was steckt hinter der Lobpreisung der alternativen Milch?

Ein prägnanter Grund, warum so viele Menschen auf die vegane Milch umsteigen, ist das Wohl der Tiere. Leider ist vielen Konsumenten nicht bewusst, dass die Kühe in der Milchindustrie nicht so Leben wie die Natur es für sie vorgesehen hat. Die Zustände der Ställe sind oft beengend und die ständige Trennung der neuen Kälbchen wirkt sich, genauso wie das ständige Produzieren von Milch, ebenfalls negativ auf die Kühe aus. Neben vielen weiteren Gründen bezüglich des Tierwohls, kommt die Unverträglichkeit der Menschen dazu, denn in Deutschland leiden grob 15 Prozent an einer Laktoseintoleranz. Diese tritt von Land zu Land unterschiedlich häufig auf und kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein

Alternativen wie Soja-, Hafer-, Mandel-, Kokosnuss-, Cashew-, Erbsen- oder Pistazien-Drinks sind ein weit verbreiteter Konsumartikel geworden. Der Milchersatz wird auch schon lange nicht mehr nur von Veganern gekauft. Das liegt neben den bereits oben genannten Gründen auch daran, dass aus vielen Studien negative Auswirkungen entnommen werden können. Trotz widersprüchlicher Ergebnisse von diversen Studien, berichten viele Menschen von negativen Effekten nach dem Trinken von Kuhmilch. Beispielsweise die Verschlechterung des Hautbildes in Form von Akne. 

Des Weiteren wird beim Thema Veganismus oft der Aspekt der Nachhaltigkeit genannt. Der Haferdrink-Hersteller „Oatly“ meint, dass ein Liter des Hafergetränks im Vergleich zur Kuhmilch 80 Prozent weniger Treibhausgasemissionen und eine 79 Prozent geringere Landnutzung verursacht. Dazu kommt ein um 60 Prozent niedrigerer Energieverbrauch dazu. Die Kuhmilch schneidet also im Vergleich zur pflanzlichen Alternative, sowohl beim CO2-Ausstoß als auch beim Wasser- und Flächenverbrauch, schlecht ab. Dies ist auch durch Forschungen belegt worden.

© Oatly

„Produkte, die gut für die Menschen und noch besser für den Planeten sind, kommen endlich im Mainstream an.“, sagt Phil von der Haferdrink-Firma Blue Farm. Er „möchte mit smarten Produkten und einem passionierten Team eine treibende Kraft dieser Bewegung sein.“.  Das in Berlin gegründete Unternehmen setzt auf transparente, authentische und nachhaltige Produktion und auf die natürliche Kraft der Pflanze. Neben Oatly, Alpro, Berief und Co. gibt es derweil etliche Firmen, um für jeden die passende Alternative zu finde.

© Blue Farm

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