8 Tipps für nachhaltige Freizeitgestaltung

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Entspannt im Gras liegen und träumen ist so ziemlich die umweltfreundlichste Freizeitbeschäftigung, die man sich vorstellen kann, oder? Total emissionsfrei. Daneben gibt es aber auch noch klimafreundliche Aktivitäten bis hin zu tollen Möglichkeiten, aktiv an einer sauberen gesunden Umwelt mitzuwirken.

1. Hausgemacht

Nichts ist nerviger, als im Supermarkt nach lokalen Bio-Produkten zu fahnden. Dabei kann man so vieles selbst herstellen. Hauptzutat: Spaß! Ein paar Tipps: Gemüse mit probiotischen Bakterien und Pilzen fermentieren, Tee ergibt bitzelnden Kombucha und Sojabohnen die angesagte Misopaste. Wer’s bodenständiger mag, kocht Sirup und Marmelade ein – am besten aus selbst angebautem Obst – oder kreiert Pralinen, zum Selbernaschen oder als besonderes Geschenk. Natürlich kann man sich auch am Bierbrauen, Schnapsbrennen oder in der Weinherstellung erproben, wobei man ja grün sein möchte und nicht blau.

2. Tierische Freunde

Unsere beliebten vierbeinigen Freunde, Hund und Katz, sind unter Umweltaspekten nicht unproblematisch. Aber auch nützliche Tiere können Freude machen. Zurzeit beliebt: Hühner. Deutlich platzsparender und unkomplizierter: japanische Legewachteln. Die beste Tierhalterin ist jedoch Mutter Natur: Birding (Vogelbeobachtung) ist ausgesprochen meditativ, und die passende App – etwa Birda oder BirdNET – verrät, welchen Vogel man vor sich hat. Für fleißige Bienchen noch ein heißer Tipp: Die Imkerei ist ein erfüllendes Hobby, bei dem man nicht nur Honig ernten, sondern auch etwas für die Bienenwelt tun kann. Und sie funktioniert mit einer Bienenbox auf kleinstem (Frei-)Raum. Informationen gibt es zum Beispiel hier: stadtbienen.org

3. Digital Detox

Viele der genannten Aktivitäten werden kaum Zeit lassen, ständig die Mails und Social-Media-Accounts zu checken. Aber Digital Detox – eine Auszeit von der digitalen Welt – bewusst zu betreiben, ist noch viel entspannender für die Seele, wirkt gegen Stress, schlechten Schlaf und Konzentrationsprobleme. Also Handy ausschalten, einfach mal mit einem Buch in den Sessel lümmeln, einen Literaturkreis besuchen oder regelmäßig Freunde zum Spieleabend treffen – spart nicht nur Energie, sondern fördert echte soziale Kontakte und ein bewussteres Wahrnehmen der Umwelt.

4. Aufgepeppt

Konsum ist weder umweltfreundlich noch schenkt er langfristig Glücksgefühle. DIY macht dagegen Riesenspaß und selbst genähte Kleider, selbst gerührte Kosmetik oder selbst geschreinerte Möbel sind jeden Tag ein Anlass, stolz auf sich zu sein. Kleine Geschenke und Dekoartikel lassen sich mit ein wenig Geschick aus vielem produzieren, was sonst im Müll landen würde: Papier, Dosen, Altglas. Inspirierende Bücher gibt es unzählige am Markt. Wer zehn Daumen hat, macht sich einen schönen Nachmittag im Repair-Café, während Tüftler dort kaputte Geräte reparieren … Adressen: muenchen-fair.de

5. Garteln

Urban Gardening verbindet mit der Natur und schenkt Bio-Obst und -Gemüse unverpackt und transportfrei. Ein Balkon reicht schon aus für ein paar fleißige Kübelpflanzen oder einen Vertikalgarten in der upgecycelten Europalette. Wer trotzdem keinen Platz hat, kann in Gemeinschaftsgärten mitwirken. Adressen findet man hier: urbane-gaerten-muenchen.de
Umgekehrt können Gartenbesitzer ohne grünen Daumen einem passionierten Hobbygärtner ohne eigene Pflanzmöglichkeiten eine Anbaufläche bieten. Ertrag teilen ist dann Ehrensache!

6. Stadtreise statt Reise

Reisefieber senkt manchmal auch der erfrischende Sprung in den nahe gelegenen Badesee, Surfen im Eisbach oder eine Klettertour auf den Hausberg. Oder wie wäre es mit einer kleinen Safari im Wildpark? Auch die eigene Stadt bietet oft noch unbekannte Sehenswürdigkeiten oder Interessantes. In München beispielsweise öko-soziale Stadtführungen oder eine Tour auf dem München-City-Trail, auf dem man die Stadt in zehn ausgearbeiteten Etappen zu Fuß (neu) entdeckt. Infos gibt es hier: muenchen-trail.de

7. Gemeinnützlich

Nachhaltigkeit kann auch sozial sein oder noch besser beides: sozial und klimafreundlich. Nichts ist sinnstiftender als ein soziales ehrenamtliches Engagement, wobei man auch gleich vor der Haustür anfangen kann: Nachbarschaftshilfe ist immer gefragt. Oder man meldet sich als Freiwilliger für Naturschutzmaßnahmen, Baumpflanzungen oder Müllsammelaktionen. Noch mehr Spaß macht es, mit Freunden oder Kolleginnen ein Clean-up zu organisieren. Alles, was man braucht, von Antworten auf Organisationsfragen bis hin zur Zange: cleanup-munich.de

8. Nachhaltig feiern

Ein Festival zu besuchen, hat schon was von einer kleinen Reise in eine andere Welt: Man lernt neue Leute kennen, hört die Lieblingsband oder beschäftigt sich mit seinem Lieblingsthema. Wenn das Ganze dann auch noch nachhaltig ist, umso besser. Viele Organisatoren achten inzwischen strikt auf eine umweltbewusste Ausrichtung, etwa in München beim Tollwood Festival, in Scheeßel beim Hurricane Festival, in Neuhausen ob Eck beim Southside Festival oder am Nürburgring bei Rock am Ring – alles im Juni 2025. Spannend dürfte als Messe auch die VeggieWorld sein, die im November dieses Jahres in München stattfindet.

Text: Sigrun Borstelmann

Fotos: Joanna Stolowicz(1), Getty Images(4), Luis Fernando Felipe Alves(1)@unsplash.com

Robin