Wenn der Chef von seinem Biohotel theiner’s garten im Meraner Land erzählt, möchte man sofort Urlaub nehmen. Um zum Beispiel mal richtig gut zu schlafen.
Herr Theiner, warum schläft man in Ihrem Hotel besonders gut?
Das hat mehrere Gründe. Unsere Zimmer sind zum Beispiel aus Vollholz gebaut. Und dieses Zirbenkieferholz verbreitet nicht nur einen guten Duft, sondern senkt nachweislich die Herzfrequenz und wirkt stressmindernd sowie ausgleichend. All das wiederum sorgt für einen besonders erholsamen Schlaf. Unsere Gäste bestätigen das immer wieder. Ein weiterer Punkt, der uns wichtig war: möglichst wenig technische Strahlung im Schlafbereich. Daher sind die Zimmer elektrosmogfrei durch abgeschirmte Kabel.
Müssen die Gäste also auf Fernseher und Internet verzichten?
Keiner muss auf etwas verzichten. Wer ins Internet möchte, kann das via LAN-Kabel tun – und es einfach wieder ausstecken. Wer fernsehen will, bekommt ein Gerät zur Verfügung gestellt. Aber wissen Sie was: Die meisten wollen das gar nicht, erzählen von entspannten Lesemomenten, guten Gesprächen, empfinden digital Detox als Luxus!
Digital Detox ist nicht das Einzige, das theiner’s garten so besonders macht, oder?
Ich denke schon, dass wir außergewöhnlich sind. Schon bevor wir ein Hotel bauen wollten, ging es in unserer Familie um ein gesundes Leben. Am Anfang war der Hof, den meine Eltern schon vor 40 Jahren auf biodynamisch umgestellt haben. Zudem hatten sie einen Großhandel für Bio-Lebensmittel und -Kosmetik. Meine Geschwister und ich sind mit Bio-Lebensmitteln aufgewachsen. Das war ganz normal für uns. Ich wurde Apfelbauer, meine Schwester eröffnete mit 18 einen Bioladen. Als die Idee für ein Hotel kam, war immer klar: Es muss ein Biohotel werden.
Was genau macht theiner’s garten „Bio“?
Fast alles und von Anfang an. Meine Eltern hatten sich tief hineingekniet in die komplette Bauphilosophie und das gesamte Haus baubiologisch errichtet – aus heimischem Vollholz
und feuchtigkeitsregulierendem Natur-Lehm ohne Vernagelung und Verleimung, was wie ein natürliches Heiz- und Kühlsystem funktioniert. Auf PVC, Montageschaum und Klebstoffe wurde bewusst verzichtet. Auch alles von unseren Partnern und Lieferanten ist Bio – Kosmetik zum Beispiel.
Was kann man bei einem Urlaub in theiner’s garten erleben?
Jede Menge. Gäste sind zum Beispiel herzlich dazu eingeladen, durch unseren landwirtschaftlichen Betrieb zu spazieren, bei der Apfelernte zuzuschauen, unsere Zwetschgen, Pfirsiche, Nektarinen, Tafeltrauben, Marillen, Indianerbananen zu begutachten…
Stopp: Indianerbananen? Was ist das?
Asimina triloba oder auch Pawpaw genannt, sieht die Indianerbanane aus wie eine grüne Mango. Man schneidet sie auf, löffelt sie aus. Sie schmeckt nach Banane mit exotischen Noten und ist äußerst gesund.
Apropos essen: Was kommt auf den Tisch?
Sehr viel Gesundes aus unserem Kräuter- und Gemüsegarten, Fisch aus Biozucht bzw. nachhaltigem Fang, Fleisch von Biobauern. Wir arbeiten saisonal, beziehen das meiste aus dem Alpenraum.
Welche besonderen Programme empfehlen Sie?
Gerade jetzt im Frühjahr sind unsere Bio- oder Dopamin-Detox-Retreats ideal. Letzteres ist neu, ein ganzheitliches Reset, das nachhaltig wirkt, eine achtsame Auszeit für Körper, Geist und Seele. Enthalten sind Journaling, sanfte Bewegungen, bewusste Ernährung und berührende Spa-Erlebnisse.
Was ist Ihnen wichtig für Ihre Gäste?
Uns liegt am Herzen, dass unsere Gäste zur Ruhe finden. Außerdem ist es uns wichtig, jedes Programm individuell zu gestalten. Wer zum Beispiel eine Massage bucht, entscheidet sich nicht für ein Angebot aus einem vorgefertigten Spa-Menü. Stattdessen beginnt jede Behandlung mit einem persönlichen Gespräch.
Anmerkungen der Redaktion: Das Essen ist nicht nur ein besonderer Genuss, sondern für jeden perfekt, ob Fleischfreund, Vegetarier oder Veganer. Außerdem begeistert das Yogaangebot im theiner’s garten, denn hier unterrichtet eine professionelle Yogalehrerin, die auf die Gäste eingeht, viel erklärt, viel erzählt, mit der aus Südtirol stammenden Tradition des Räucherns arbeitet. Auch zu empfehlen: die Apfelblüte (in den ersten 10 bis 14 Tagen im April im Tal, bis Ende April am Berg) und die Pfirsichblüte ab Ende März.
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