Winterhit Kürbis

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Kürbissuppe, Kürbiskernöl, Kürbiskerne, -marmelade, -kuchen, -lasagne, -gulasch, -gnocchi, -risotto, -pommes, -mousse, Deko… – um Kürbisse kommt man jetzt nicht herum. Sie sind aber auch lecker. Und mit 25 Kalorien pro 100 Gramm leichte Kost. Zudem sind die farbenfrohen Köpfe richtig gesund, liefern wertvolle Vitamine wie Beta-Carotin und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen sowie sättigende Ballaststoffe. Im kleinen orangefarbenen Hokkaido etwa stecken 30 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm Fruchtfleisch und nur fünf Gramm Kohlenhydrate – ideal also für alle Low Carb Fans. Und dank Butternut-Kürbis wird man angeblich schöner.

Weltweit wachsen rund 800 verschiedene Kürbis-Sorten. Rund 200 davon sind essbar. Botanisch gesehen sind Kürbisse kein Gemüse, sondern Beerenfrüchte. Ursprünglich stammen sie aus Lateinamerika. Im 16. Jahrhundert brachten sie die Spanier nach Europa.

Und was machen wir jetzt mit so viel Kürbis? Kürbissuppe, Kürbiskernöl, Kürbiskerne …? Oder vielleicht mal was Neues: Kürbis-Hummus. Ist super einfach, geht total schnell und macht sich gut auf jedem Esstisch.

Kübis-Hummus / Adobestock Mara Zemgaliete

Kürbis-Hummus
(vegan, glutenfrei, ganz einfach)

Zutaten:
1 Hokkaido Kürbis (ca. 350 g)
1 Dose oder 1 Glas Kichererbsen (vorgekocht, ca 220 g Abtropfgewicht)
2 Esslöffel Olivenöl
½ unbehandelte Zitrone, Abrieb und Saft
4 Esslöffel Tahini (Sesampaste)
2 Teelöffel Kreuzkümmel (Cumin)
1 bis 2 Knoblauchzehen gehackt Salz, Pfeffer, Kurkuma nach Geschmack
evtl. etwas Koriander und Kürbiskerne oder Sesam als Topping

Zubereitung:
1 Kürbis waschen (nicht schälen), halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. In kochendem Wasser bei mittlerer Hitze etwa zehn Minuten garen. Abgießen und kurz abkühlen lassen.
2 Währenddessen Kichererbsen in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abspülen.
3. Kichererbsen, Olivenöl, Tahini, 50 ml Wasser, Zitronensaft, Zitronenabrieb, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Kurkuma und Kürbis in einen Mixer geben und fein pürieren. Alternativ mit dem Pürierstab pürieren.

Gut zu wissen:
Der Hummus oder das Hummus? Oder etwa Hommos oder Hommus? Laut Duden ist alles richtig bzw. gebräuchlich. Wenn man die leckere Creme mit Kichererbsen und Sesampaste meint. Humus mit langem U dagegen ist fruchtbarer Mutterboden. Lecker für Pflanzen. Für Menschen eher nicht. Das haben wir also geklärt.

 

Kleine Kichererbsenkunde
Kichererbsen kannte man schon vor 8000 Jahren in Vorderasien. Noch heute wachsen sie wild wie Unkraut im Orient und in südeuropäischen Ländern. Angebaut werden Kichererbsen vor allem in Indien und Pakistan, Nordafrika, Spanien und in der Türkei. Die kleinen Hülsenfrüchte enthalten viel Magnesium. Dank niedrigem glykämischem Index sie den Blutzuckerspiegel nicht stark ansteigen, verhindern Heißhungerattacken und wirken sich positiv auf Herz-Kreislaufsystem und Cholesterinwerte aus. „Kicher“ stammt übrigens vom lateinischen Begriff für Erbse: cicer (sprich: kiker). Im Althochdeutschen wurde daraus „Kihhira“ und später „Kicher“.

Carolin Fried

MINT-Redaktion